Web 2.0 Konferenz:
Jetzt geht die Bubble wirklich los

Andreas Göldi, 8. November 2006 04:41 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

In San Francisco hat heute die “Web 2.0 Summit“-Konferenz begonnen. Da treffen sich alle grossen Player aus der Internet-Szene wie Google, Yahoo und Microsoft, sowie auch diejenigen, die gerne dazugehören wuerden wie IBM, Accenture und AOL.

Am erstaunlichsten aber ist die lange Liste von Startups. Da sind einige dabei, die wirklich recht brauchbare Ideen haben, aber man ist irgendwie verbluefft über diejenigen, von denen man das wirklich nicht behaupten kann. Erstaunlich viele bieten Funktionalitäten an, die sich kaum von denen unterscheiden, die die grossen Player längst anbieten. Da wären zum Beispiel:

  • Sharpcast. Bei denen kann man Photos und andere Files zwischen seinen diversen PCs verteilen und online backuppen.

    Was war da gleich noch der Unterschied zu Foldershare, das vor einiger Zeit von Microsoft gekauft wurde?

  • oDesk. Da kann man sich Temporaer-Mitarbeiter anstellen. Online. Wow. Da wird sich Manpower sicher arg fürchten.
  • Answerbag. Auf dieser schönen Site kann man Leuten Fragen stellen, diese dann (vielleicht) beantworten. Prima. Was war da noch gleich anders als Yahoo Answers?
  • Klostu. Konsolidiert irgendwie ganz viele Diskussionsforen in ein ganz, ganz grosses Gesamtsystem. Oder so ähnlich. Wie bitte?

Prima sind auch die vielen wundervollen Logos, die diese Startups benutzen. Sehen entweder arg verwechselbar oder sehr albern aus.

Gut, mittelmässige Ideen gibt es immer wieder, aber wirklich erstaunlich ist, mit wie viel Kapital inzwischen selbst bescheidenste Businesspläne ausgestattet werden. Da bekommt zum Beispiel die Eventsite Zvents volle 7 Millionen Dollars. Das Werbe-Netzwerk Turn, das witzigerweise Google in dessen Kerngeschäft konkurrenzieren will, kriegt $18 Millionen. Und so weiter.

Es ist fast so schön wie damals 1999. Fehlen nur noch die millionenteuren Launch-Parties. Aber die kommmen sicher auch bald wieder.

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