«Mir gehts relativ gut»

Christoph Meili vlogt gegen den «Blick»

meili.jpg Einen leicht peinlichen Einblick in sein Leben präsentiert der inzwischen nach Kalifornien gezogene ehemalige UBS-Wachmann Christoph Meili, der vor neun Jahren während der Nazigold-Affäre bei der Schweizer Grossbank Akten vor der Vernichtung im Shredder bewahrt hat.

Auf Google Video reitet Meili, mit einer Flasche Bier in der Hand im Schlafzimmer posierend, eine etwas unentschlossene Attacke gegen den Blick, der ihn seit 8 Jahren diffamiere. Minutenlang versichert der Vater von drei Kindern, es gehe ihm gut (um danach einzuräumen, so gut gehe es ihm doch nicht), beweist in bester amerikanischer Manier anhand des Autos (Prius Hybrid für 23’000 Dollar), welches er fährt, dass es ihm eben doch gut geht und lädt die Zuschauer schliesslich sogar auf seinen Balkon ein um zu demonstrieren, dass sein Kalifornisches Domizil sonnendurchflutet ist (allerdings offensichtlich direkt an einem Highway liegt). Zitat: «Natürlich ist das Leben in Amerika nicht das gleiche. Man muss mit sehr einfachen Standards leben – man hat vielleicht keine Krankenkasse, dafür kann man vielleicht einen Hybrid-Car driven.»

Das wie aus einer Bierlaune heraus entstanden scheinende Video ist gemäss Abspann mit einem Handy gefilmt und danach grob editiert worden.

Ob Meili damit sein Ziel erreicht und den Eindruck einer tragischen Existenz nicht eher verstärkt, bleibe dahingestellt; das von ihm gewählte Format als Replik auf die Veröffentlichungen eines Mediums hingegen finde ich interessant.

(Nebenbei: Ich lebe auch in den USA, fahre einen alten Golf und hab dafür eine Krankenkasse…)

[via heute-online]

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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2 Kommentare

  1. Peter
    schrieb am 10. November 2007 um 01:02 Uhr (#)

    Peter Sennhauser,

    bezüglich Ihrem “doofen” Kommentar fällt mir nur eins ein : “Kleiner Mann ganz Gross” Wenigstens hat dieser Christoph Meili Courage gezeigt und entsprechend gehandelt, hätten Sie den Mum gehabt und eine ebensolche Tat vollzogen ? ich glaube wohl kaum – ja, Sie leben in den Staaten, haben eine Krankenkasse und fahren einen Golf, nicht viel intelligenter Ihre Aussage als die von Meili, dafür aber viel zu feige – Sie Vollidiot ;-))

    Es lebe Peter Sennhauser der Super – Blogger,

    ein Fan von Meili.

  2. blogstone
    schrieb am 1. Februar 2008 um 14:14 Uhr (#)

    Und nun hat er auch noch Youtube entdeckt: http://www.blogstone.net/?p=306

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