Wer hat’s gefunden? Der Ronnie.
Wir wollen nicht kleinlich sein. Und wir freuen uns auch so genug, siehe letzter Absatz. Aber wenn die Werbewoche unter dem Titel “Hack Dir Deine Zeitung” über die aktuelle Gratis-E-Paper-Rausfind-Modewelle schreibt:
Im Blog der Pendlerzeitung “Heute” wurde kürzlich die Erfolgsmeldung des Hacks des Weltwoche- und Tagi-Archivs gepostet, und schon hagelte es in den Blogs eine ganze Serie derartiger Veröffentlichungen.
… dann darf man schon anmerken, dass es wirklich hagelte und immer noch hagelt, dass aber medienlese.com die Lawine losgetreten hat, und zwar Ronnie mit seinem Post “Durch die Hintertür” vom 14. Oktober, in dem es eben genau um Weltwoche und Sonntagszeitung (Tagi kam erst einen Tag später) ging.
Wobei Ronnie nicht behauptete, er hätte selbst “gehackt” (das Wort wird ohnehin in diesem Kontext arg strapaziert), sondern er hat nur einmal explizit das formuliert, was andere Blogger nebenbei mit nonchalant gesetzten Links ausnutzten: Bei mehreren Online-Publikationen kann man die offiziell als “geschützt” deklarierten Inhalte anzeigen, indem man die von den Websites verlinkten URLs variiert – das wird wohl kaum Absicht sein, oder?
War es natürlich auch nicht. Daher sprangen die Jungs von “heute” auch als erste auf, die sind nämlich immer die schnellsten, weil sie einfach täglich Blogs lesen, und das nicht nur, weil sie eine kleine Rubrik haben, die so heisst, sondern auch, weil sie verstanden haben, dass man dort manchmal auf nette, aktuelle kleine Storys stösst, denn die passen gut zu ihrem Halbtagsblatt.
Diese Geschichte über inzwischen zehn Tage warm halten kann natürlich auch eine Zeitung am besten; einerseits haben sie (Ringier) Spass daran, dass die anderen Verlage (tamedia, Jean Frey etc.) so löchrige Systeme haben (“heute” hat das Problem nicht, weil eh alles offen ist; “Blick” nicht, weil für die E-Ausgabe eine andere Software verwendet wird als von den meisten anderen), andererseits ist das Katz-und-Maus-Spiel einfach lustig anzuschauen: jeden Tag wird ein Loch geflickt, und an einer anderen Stelle tritt ein neues zutage, und schliesslich liefern die Blogger natürlich am liebsten neues Futter, wenn sie ihren Namen dafür gedruckt lesen können.
Wir sind am Anfang der Lawine von allen vorbildlich zitiert worden und dann einfach im Laufe der zehn Tage ein bisschen verschüttet worden. So geht’s halt in der Lawine.
Das stört auch deshalb nicht, weil es immer noch gereicht hat, um die Zugriffe letzte Woche um 130% zu steigern. medienlese.com, eigentlich eher etwas für Eingeweihte, ist unserem Lead-Blog neuerdings.com damit auf den Fersen.
Und der Ronnie, der gräbt sicher bald mal wieder was Neues aus.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.






















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Lieber Ronnie, ich freue mich schon aufs nächste Neue :-)
Weiter so!
PS: Der Blog mit PEP hatte letzte Woche mehr als 130 Prozent Zuwachs, was aber bei den Zahlen davor keine Hexerei ist ;-)
Wenn wir mal von 1 Million auf 2.3 Millionen Visits pro Woche erhöhen, sagen wir auch die absoluten Zahlen. Bis dahin sind Prozentzahlen eindrücklicher. :-)
Hi Ronnie
Ich befürchte fast, das mit der “vergessenen” Quelle ist meine Schuld. Im Blog mit PEP hab ich nämlich nur das “heute” erwähnt, weil ich auf Grund des kleinen Artikels begonnen hab, mit der URL zu spielen. Und so wie der Artikel in der “Werbewoche” strukturiert ist, könnte er auf Grund meines gestrigen Newsletters getextet worden sein. Hab die zuständige Person, welche zu den Newsletter-Abonnentinnen gehört, aber noch nicht erreicht.
Gut geschrieben! :)
Natürlich ist es so, dass bei einer derart grossen Anzahl an Blog-Postings zu einem Thema (hier ePapers & Co). manchmal die ursprüngliche Quelle verloren geht.
Hab euch aber nochmals extra erwähnt:
http://www.heute-online.ch/blogs/trashcan/?p=196
“Ach, das wär doch nicht nötig gewesen…”
Danke!
Super, weiter so!