Was die Weltwoche zu den “Hacks” sagt
medienlese.com hat dem Webmaster von weltwoche.ch ein Mail geschrieben, nachdem die geschützten Inhalte nun zum dritten Mal für alle zugänglich sind. Hier der kurze Mailwechsel:
medienlese.com fragt:
Sehr geehrter Webmaster,
die bisher nur für Abonnenten der Weltwoche zugänglichen Texte auf weltwoche.ch sind ja nun auch für Nicht-Abonnenten zugänglich . Obwohl ich selbst Abonnent der Weltwoche bin, begrüsse ich die Aktion – schliesslich will man ja dann und wann gern auch Nichtabonnenten auf einzelne herausragende Texte aufmerksam machen.
Können die Leser von weltwoche.ch mit einem dauerhaftem Zugriff auf alle Artikel rechnen? Und wenn ja, ab wann?
Mit freundlichen Grüssen,
Ronnie Grob
weltwoche.ch antwortet:
Lieber Herr Grob
Auch wir wären grundsätzlich nicht abgeneigt, interessierten Lesern alle Inhalte – inkl. der jeweils aktuellen Ausgabe – frei zur Verfügung zu stellen. Doch es existiert ein ökonomischer Aspekt, dem auch wir uns nicht entziehen können: Qualitativ hochwertige journalistische Arbeit bleibt letztlich Arbeit, die auch entlohnt werden muss. Sonst wandern gute Autoren ab, was den herrschenden Marktprinzipien entsprechen würde – also die logische Konsequenz wäre. Und die Weltwoche als reines Archiv zu positionieren, das wäre dann doch nicht ganz unser Ziel und sicher auch nicht das der Leser. Hinzu kommt, dass nicht alle zahlenden Abonnenten Ihre Meinung teilen.
Demnach dürfen Sie leider nicht mit einem dauerhaften, freien Zugriff des Archivs rechnen. Und Ihre Bemühungen das Archiv zu “knacken” bzw. darüber zu berichten, liefern uns letztlich genau die Hinweise, die wir benötigen, um Sicherheitslöcher zu schliessen. Ein ärgerliches Dilemma, in dem Sie sich da bewegen – für uns aber ein sehr hilfreiches.
Ein grosses Dankeschön also für die Tipps und herzliche Grüsse
Robert AlexanderP.S. Ihre Anmerkung “…schliesslich will man ja dann und wann gern auch Nichtabonnenten auf einzelne herausragende Texte aufmerksam machen.” teilen wir übrigens ebenfalls. Deswegen können Sie z.B. wöchentlich jeweils etwa 20-30 Prozent aller Artikel (darunter auch oft die Titelstory) gratis einsehen, die auch im Archiv frei einsehbar bleiben.
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Robert Alexander
Online Content Manager
DIE WELTWOCHE
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.




















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Robert Alexander versteht das Geschäftsmodell der “Weltwoche” leider nicht. Hat er denn das Gefühl, die Abonnenten und Kioskkäufer würden für die Inhalte bezahlen?
Tendenziell zahlt man als Abonnenent und Kioskkäufer für die Distribution, sprich man erhält die “Weltwoche” nach Hause geliefert oder man kann sie über die Kioskinfrastruktur kaufen… die Inhalte “bezahlt” man über das Konsumieren der Werbung in der “Weltwoche”, denn erinnern wir uns wieder einmal: Medien dienen nicht primär der Vermittlung von Inhalten, sondern als Rahmen für Werbung. Wer sich “Online Content Manager” nennt, soll das eigentlich wissen!
P.S.: Diese Art von Blogbeitrag gefällt mir, weiter so! :)