Die Bloger

Gestern nachmittag um 16 Uhr, als ich von Pendlerströmen durch die Stadt getrieben wurde und ich nach der Heute-Zeitung suchte, fiel mir auf, wie viele Menschen tatsächlich mit so einer rumlaufen. Das Bedürfnis nach einer Gratis-Abendzeitung kann nur vorhanden sein, wenn geschätzte 1 von 3 Personen so eine in der Hand hält. Dagegen zu halten sind die am nächsten Tag öfters noch vollen Verteil-Boxen, doch vielleicht wird nur viel zu viel gedruckt. Es fragt sich, wie lange es geht, bis Konkurrenz da ist.

Warum bloss suche ich eine Heute-Zeitung? Weil wir Blogger das “Weltwoche”-Archiv geknackt haben (siehe hier und hier) und das dort drin steht, wie shibby mit einem gestochen scharfen Bild beweist. Den Text nachlesen kann man hier (pdf, 4.3 mb, S. 23).

Bemerkt wurde die Geschichte auch von Online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft, persoenlich und vom Online Marketing Blog, auf deren Texte wir etwas eingehen möchten:

persoenlich.com:

I) Nichts habe ich herausgefunden: Alle Lorbeeren gehen an kreegee. Allerdings muss man zugeben, dass darauf fast jeder hätte kommen können. Aber eben: hätte.
II) Bloger sind ganz offensichtlich nicht sehr vertrauenswürdig: Sie knacken, sie schlagen zu, sie produzieren “Opfer”. Zum Glück sitzen sie nur hinter PCs, das könnte sonst wirklich gefährlich werden.
III) Bloger und Blogger, da ist sicher beides möglich, wenn auch ein Googlefight mit 3 vs. 268 Millionen Resultaten ein eindeutiges Urteil über die Verbreitung der respektiven Worte fällt. Unklar hingegen, warum sich der Texter im Titel für “Blogger” und im Text für “Bloger” entschieden hat.
IV) medienlese.com wird erwähnt, aber natürlich ohne Link. Da hätte ja jemand draufklicken können.

omc.ch:

omc.ch schreibt im interessanten Beitrag “Kostenlos Schweizer E-Paper lesen?!”, dass nicht nur bei der SonntagsZeitung und der Weltwoche gesperrte Texte gelesen werden können, sondern auch im Tages-Anzeiger, im Facts, in der Netzwoche und im Baslerstab. omc.ch behauptet:

Alle diese Zeitungen haben Fehler im System und können kostenlos gelesen werden.

Da möchten wir doch gerne mehr wissen! Als gutes Beispiel geht Daniela A. Caviglia vor, die uns erklärt, wie man zur E-Paper-Version des Tages-Anzeigers kommt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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4 Kommentare

  1. Ric
    schrieb am 18. Oktober 2006 um 10:15 Uhr (#)

    Schick mir Deine Emailaddi und verspich mir den Link nicht zu posten, dann sende ich Dir die Beweise gerne. ;-)

    ric

  2. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 18. Oktober 2006 um 10:30 Uhr (#)

    Gerne läse auch ich E-Papers durch die Hintertür, aber: Ist es nicht unfair, wenn ein paar in die Kniffe der Informatik Eingeweihte ihr Geheimwissen verwalten, während die grosse lesewillige Masse davon ausgeschlossen bleibt? Ich dachte, der Sinn des zukünftigen Webs sei es, Wissen zu teilen.

  3. Shark
    schrieb am 18. Oktober 2006 um 11:31 Uhr (#)

    Schön übrigens, dass es hier endlich einmal spannende Beiträge zu lesen gibt anstelle der üblichen “X vor Y”-Artikel… ;)

    Was “Heute” betrifft: Wie lange kann Ringier durchhalten, zumal jetzt zwei Gratis-Zeitungen am Start sind und beide nicht gerade weite Verbreitung finden?

  4. Peter
    schrieb am 20. Oktober 2006 um 20:25 Uhr (#)

    Die Ganze Sache ist um ein Kapitel reicher : NZZ.

    http://live.rootquest.com…-auch-geknackt!.html

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