Zeitschrift für Utopie- und Busenforschung

Ronnie Grob, 13. Oktober 2006 19:51 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Mammopolis, die Zeitschrift für Utopie- und Busenforschung, ist im Juli 2006 erstmals erschienen. Für viele mag das ein abseitiges Thema sein, doch man muss sich wohl erst damit befassen, um ein Urteil fällen zu können, ob die darin besprochenen Themen viel, wenig oder gar nichts mit dem eigenen Leben zu tun haben. Es verwirrt mich zwar etwas, dass die Forschungsgebiete Utopie und Busen im Titel zusammengefasst sind (als Laie kann ich nur schwer einen Zusammenhang ergründen), aber 2,50 Euro ist ein fairer Preis und gäbe es keine Leser, so gäbe es keine Zeitschriften.

Im Editorial ist zu erfahren, dass Bazon Brock ohne Zweifel einer der bedeutendsten Theoretiker der befreiten Brust ist und dass sich Aufklärung nicht mit dem Hinweis begnügen könne, die Brust sei ein Fettgewebe mit Drüsenausgängen und Fettgewebe. In einem frei zugänglichen Interview spricht Herausgeber Marvin Chlada mit Sarah Diehl, Museologin und Herausgeberin der Anthologie Brüste kriegen (Verbrecher-Verlag), was sich als durchaus interessante Lektüre herausstellt. Wie überall: Es ist oft mehr dahinter, als man sich vorstellt. Doch vielleicht will man sich auch nicht alles vorstellen.

Trotzdem kommt es mir reizvoll vor, an einem Schweizer Kiosk, wo nicht einmal die grosse Tageszeitung aus Österreich, Österreich, erhältlich ist, den Sonntags-Blick zu kaufen und nach Mammopolis zu fragen. Ich werde das gleich Sonntag ausprobieren. Danke auch dem vergessengegangenen Linklieferanten.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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