Migranten-Medien

Wie uns die NZZ letzte Woche in einem Text über Düzgün TV, einem neuen türkischsprachigen Fernsehsender in Deutschland (Live-Stream hier), erklärt hat, sind Migranten-Medien im Trend. So soll es allein 3000 deutschsprachige Auslandsmedien geben. Gelesen von Menschen in einem Land, in dem sie gerne leben. Die trotzdem die Kultur des Lands, aus dem sie kommen, nicht vermissen und mit anderen teilen möchten. Ich kann mich erinnern, wie dankbar ich nach mehreren Monaten im Ausland war, in einer deutschsprachigen Zeitung banale Fussballresultate lesen zu können. Nun gut, das war in einer Zeit vor Internet.

Die Internationale Medienhilfe Deutschland unterscheidet deutschsprachige und fremdsprachige Medien. Und die wiederum sind, je nach Sichtweise, im In- oder Ausland. Für die deutsche Sprache stellen wir einige verschiedene Fälle vor:

Die Serbske Nowiny kommen aus Bautzen, haben Texte online und erscheinen einmal monatlich auf Deutsch. Hier eine kurze Zusammenfassung der Geschichte der Tageszeitung. (Wikipedia)

Von Hürriyet, einer türkischsprachigen Tageszeitung, gibt es eine Europaausgabe, die in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt gedruckt wird. Freitags ist jeweils eine deutschsprachige Beilage dabei. (Wikipedia)

Das Pattaya-Blatt erscheint jeweils Sonntags und ist die deutschsprachige Ausgabe der Pattaya Mail. Sie wird an der thailändischen Ostküste verkauft.

Die Prager Zeitung hat im Vergleich zu vielen bekannten deutschsprachigen Medien einen recht beeindruckenden Online-Bereich, auch wenn die Artikel nicht in voller Länge verfügbar sind. Sie erscheint wöchentlich in Prag. (Wikipedia)

Die Neuseeland News sind vergleichsweise günstig: Für nur 20 Euro kriegt man die 6 Ausgaben pro Jahr im Post-Abo exklusiv aus Neuseeland nach Hause geschickt.

Radio Thailand soll seine Programme nun schon seit bald 70 Jahren ausstrahlen. Unter anderen Sprachen werden Sendungen auf Deutsch angeboten (hier der Sendeplan).

Die Amerika Woche, die sich etwas grossspurig deutsche Zeitung für einen ganzen Kontinent anpreist, kommt aus Freeport, NY und erscheint wöchentlich. (Wikipedia)

Der Biber, ein Stadtmagazin für Wien, ist als pdf online frei verfügbar. Darin unter anderem viele Anzeigen des jüngst in den Wahlen unterlegenen Wolfgang Schüssel. Hier noch ein Text zum Magazin aus dem Standard.

Man könnte da endlos weitermachen; je länger man sucht und findet, erstaunt es einen, wie klein doch das Spektrum ist, das man an Medien abdecken kann. Selbst wenn man viel liest, hört und sieht. Darum an dieser Stelle noch weitere Übersichten, von wikipedia.de, asamnet.de, deutschsprachig.de und fremdsprachig.de. Dem Thema im weiteren Sinne gewidmet ist auch der aktuelle Informationsdienst zu Fragen der Migration und Integrationsarbeit.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Mehr lesen

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

7.5.2009, 30 KommentareG wie Google:
"Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele"

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet sich am 8. Mai 2009 der Zukunft der Medien. In Kooperation mit dem SZ-Magazin stellen wir hier ein Interview mit Jeff Jarvis zur Diskussion.

Journalismus 2.0: Die Diskussion mitgestalten

5.5.2009, 14 KommentareJournalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Die Digitalisierung verändert mehr als das Medium. Was Journalisten tun können.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

1.5.2009, 19 KommentareUnd noch'n Gedicht:
Als Dank an meine Leser

30.4.2009, 8 Kommentaremedienlese.com:
Eine vorläufige Bilanz

Nach fast drei Jahren eingestellt, die Rubrik “6 vor 9” mit 2000 Euro Spenden in drei Tagen gerettet. Was soll dieses Blog? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert in der Zeit?

Gute Seiten: Blog und Lesezirkel für Magazine

28.4.2009, 4 KommentareGute Seiten:
Blog und Lesezirkel für Magazine

Sie nennen es Holzmedienclub: Auf "Gute Seiten" dreht sich alles um unabhängige Magazine und ihre Macher, ausgesuchte Hefte werden über eine Zinothek verliehen - und es wird gefeiert.

Bye-bye Programmies: Im Internet gibt’s was zu sehen

3.2.2009, 10 KommentareBye-bye Programmies:
Im Internet gibt’s was zu sehen

Von einfachen Listen bis zu multimedialen Communities mit individueller Planung: Wie das Fernsehprogramm aus dem Internet die gedruckten Programmzeitschriften ersetzt.

Alles über Magazine: Zehn Blogs über Zeitschriften

19.1.2009, 6 KommentareAlles über Magazine:
Zehn Blogs über Zeitschriften

Wir stellen zehn Blogs vor, die sich mit Magazinen und Zeitschriften beschäftigen – mit schöner Gestaltung glänzender Seiten wie mit dem Wandel der Printbranche.

Printartikel online weiterempfehlen: Paperboy erkennt über  180 Zeitungen aus D-A-CH

10.10.2011, 4 KommentarePrintartikel online weiterempfehlen:
Paperboy erkennt über 180 Zeitungen aus D-A-CH

Mit Paperboy können Inhalte aus den Print-Versionen von Tageszeitungen per Smartphone in hochaufgelöster digitaler Form weiterempfohlen werden. Jetzt expandiert der Dienst aus Zürich in D-A-CH und weltweit.

Paper Pile: Applikation macht aus  RSS-Feeds eine iPad-Zeitung

26.5.2010, 15 KommentarePaper Pile:
Applikation macht aus RSS-Feeds eine iPad-Zeitung

Nicht jeder mag die Listendarstellung herkömmlicher RSS-Reader. Die iPad-Anwendung Paper Pile stellt beliebige Feeds im Format einer traditionellen Zeitung dar.

Fusion in der Schweiz: Tamedia übernimmt Edipresse

3.3.2009, 3 KommentareFusion in der Schweiz:
Tamedia übernimmt Edipresse

Die Verlage Edipresse und Tamedia führen ihre Schweizer Geschäfte zusammen, bis zum Jahr 2013 soll die Fusion komplett sein. Internationale Aktivitäten der Edipresse sind ausgeschlossen.

1 Kommentar

  1. CarolynLOGAN21
    schrieb am 10. September 2010 um 12:10 Uhr (#)

    Don’t you understand that it’s high time to get the business loans, which can realize your dreams.

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.