In einem heute erschienen Text der Frankfurter Rundschau behauptet Peter Rutkowski, die Zugriffszahlen von Weblogs seien auch 2006 nur marginal. Wie Stefan Niggemeier, Medienjournalist und Gründer des Bildblogs, anmerkt, hat Herr Rutkowski bei den Recherchen die Zugriffszahlen einer Grafik von Jan Schmidt (Bamblog) entnommen, dabei aber Tage mit Monaten verwechselt.
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Der Blick entschuldigt sich heute mal wieder. Am Samstag hat sie den Direktor des Zürcher Zoos, Alex Rübel, zweimal mit falschem Namen erwähnt. In einem Text über den den kürzlich verstorbenen Rolf Balsiger wird er als Alex Grübel vorgestellt. Der originelle neue Name wird in der Entschuldigung nicht erwähnt, sondern es heisst nur:
Zoodirektor Alex Rübel wurde irrtümlich mit einem falschen Namen bezeichnet. Wir entschuldigen uns.
Sowas kann passieren, aber es spricht auch einiges dagegen:
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Ein alter Trick wird für die US-Behörden urplötzlich zum Thema.

Sein Boarding-Pass Generator auf www.dubfire.net hat dem Informatik-Studenten Christopher Soghoian im US-Bundesstaat Indiana einen Besuch des FBI und wenige Stunden später, während er wohlweislich bei einem Freund weilte, eine Hausdurchsuchung mit der Beschlagnahmung aller Computer beschert: » weiterlesen
Comedy Central lässt alle eigenen TV-Clips auf Youtube löschen. Fast alle.
Die Hiobsbotschaften für Google reissen nach dem Kauf von Youtube nicht ab: Einer nach dem andern verlangen die amerikanischen TV-Konzerne die Löschung von Clips und Ausschnitten ihrer Sendungen, die von Zuschauern auf Youtube gepostet wurden.
Comedy Central hatte bisher kein Problem damit, dass die besten Sketches aus der täglichen Satire-Newssendung «The Daily Show» regelmässig auf Youtube auftauchten (ebenso wie «Colbert Report» und «Southpark»). Aber wer seit gestern nach solchen Ausschnitten sucht, stösst ab sofort nur noch häufig* auf eine Mitteilung, «Dieses Video ist aufgrund einer Verletzung der Nutzerbedingungen entfernt worden». » weiterlesen
Wenn sich Erwachsene Erotik-Unterbrecherwerbung im Fernsehen anschauen, ist das nicht wirklich ein Problem: Mündige Zuschauerinnen und Zuschauer können mit ihren Früsten und Lüsten mehr oder weniger umgehen.
Anders ist das bei Jugendlichen: Die Bilder sexuell angeblich ständig verfügbarer Frauen, die Werbung für Filme, die ausgefallenste Perversionen als alltäglich erscheinen lassen – all dies ist für sexuell unerfahrene Jungen und Mädchen viel schwieriger einzuordnen.
Das Zürcher Bezirksgericht weist jetzt eine Branche in die Schranken, die ständig die Grenzen des gerade noch Erlaubten auslotet. Und es nimmt jene Medien in die Pflicht, die glauben, ihre Verantwortung höre nach dem Kassieren der Werbeeinnahmen auf.
Das schreibt Peter Johannes Meier in einem Kommentar heute auf der Titelseite des Tages-Anzeigers über die Verurteilung des Geschäftsführers von StarTV wegen Verbreitung von Pornografie (mehr dazu bei persoenlich.com).
Nehmen aber die Zeitungen selbst die angesprochene Verantwortung wahr? Wir testen den Tages-Anzeiger und den Blick:
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Der Suchmaschinengigant im (Klein-) Krieg gegen Clickfraud: Es wird ernst.
Hoppla: Hier berichtet ein Blogger, dass ihm Google die Auszahlung seines Anteils aus Werbeeinnahmen für ein ganzes Jahr verweigert – mit der Begründung, sie seien durch Clickfraud zusammengekommen. Bisher hatte die Diskussion um den «Betrug» mit selber angeklickten Google-Inseraten auf Webseiten Dritter vor allem in Kreisen Werbetreibender stattgefunden, und Google hat immer erklärt, das Problem im Griff zu haben.
Ich möchte das bezweifeln. Das grösste Problem für die Suchmaschinenfirma, die fast ihren gesamten Milliardenumsatz mit den winzigen Inseraten generiert, für welche die Werbekunden erst bezahlen müssen, wenn sie angeklickt worden sind, besteht darin, dass
A) Kleinstwerbetreibende inzwischen fürchten, von der Konkurrenz via Clickfraud (gezielte Klicks auf die Werbung des Widersachers, bis dessen monatliches Werbebudget erschöpft ist) arm geklickt zu werden und
B) nach und nach die Millionen Webseitenbetreiber, die Google-Ads auf ihren Seiten platzieren, um Ihren Verdienst fürchten und / oder von Google mit genau diesen Formbriefen verprellt werden wie, es in diesem Fall geschehen ist.
Sollten dadurch die Google-Aktien unter Druck kommen, wird das massive Auswirkungen auf die gesamte Web 2.0-Party haben.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Christoph Meili vlogt gegen den «Blick»
Einen leicht peinlichen Einblick in sein Leben präsentiert der inzwischen nach Kalifornien gezogene ehemalige UBS-Wachmann Christoph Meili, der vor neun Jahren während der Nazigold-Affäre bei der Schweizer Grossbank Akten vor der Vernichtung im Shredder bewahrt hat.
Auf Google Video reitet Meili, mit einer Flasche Bier in der Hand im Schlafzimmer posierend, eine etwas unentschlossene Attacke gegen den Blick, der ihn seit 8 Jahren diffamiere. » weiterlesen
Zahlenspiele einmal anders
Journalisten lieben Kennziffern – die sagen vermeintlich viel aus und sind leicht zu verarbeiten: «Nach der Streetparade lagen XXX Tonnen Müll in Zürichs Strassen», «am Oktoberfest wurden XXXXX Mass Bier weggeschüttet» und so weiter.

Der San Francisco Chronicle hat das Spielchen diese Woche in bisschen weiter gezogen und mit einer Box voller Zahlen die gigantische Oracle-Konferenz illustriert, zu welcher 40’000 Geeks (Technikverrückte) und Nerds (streberische, zerstreute Geeks) in die Stadt eingefallen sind.
Neben den 124 Meilen Kabel, die verlegt und den 275 Bussen, die zusätzlich angemietet werden mussten, haben sich demnach am ersten Konferenztag 35 Besucher auf dem Gratis-Webflohmarkt Craigslist um sexuelle Kontakte in der einstigen Hippie-Metropole bemüht. 13 Dieser Annoncen stammten von Männern, die Frauen suchen. Und 21 von Männern, die Männer suchen (sowie eine von einer Frau auf der Suche nach einer Frau).
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Wie gestern und vorgestern erscheint auch im heutigen Blick ein redaktioneller Werbetext für Shell. Der Umfang des Texts bleibt gleich (eine Dreiviertelseite), doch diesmal zeichnet sich ein Redaktor dafür verantwortlich (Martin Prader), der auch gleich die Fotos von glücklichen Shell-Mitarbeitern und Shell-Kunden liefert. Im Impressum ist Martin Prader seltsamerweise nicht aufzufinden, auch wenn es nicht der erste Beitrag ist, den er für den Blick schreibt.
Im Text wird eine Shell-Mitarbeiterin zitiert:
Viele waren positiv überrascht und kauften sich extra noch einen BLICK.
Nun ja, wir wären auch sehr überrascht gewesen, wenn sie erzählt hätte, dass kaum jemand an der Aktion interessiert war und nicht ein Antragsformular ausgefüllt wurde.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Die einen behaupten, die “Journalisten sind selbstverliebt und berichten am Liebsten über ihresgleichen”, die anderen sagen: “Medien berichten über alles, nur nicht über sich selber”. Was stimmt jetzt? Beides? Nichts?
Wir titeln diesen Text Medienschelte, nicht weil es ein besonders schönes oder zeitgemässes Wort ist, sondern weil wir es in letzter Zeit besonders oft gelesen haben. In den Medien.
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