Watchblogs zu Zeitungen boomen
Nach dem Bildblog (Bild) und dem Pendlerblog (20 Minuten) gibt es nun auch das “Österreich”-Blog (Österreich) und das Krone-Blog (Kronen Zeitung). Es fällt auf, dass vor allem Boulevard-Zeitungen aufgegriffen werden. Warum, die Antwort ist leicht: diese Blätter schreiben leichter messbaren Unsinn als andere. Sogenannte Qualitätsblätter hingegen haben eine höhere Selbstzensur, die weniger Angriffsfläche bietet.
Von einem NZZ- oder F.A.Z.-Watchblog haben wir bisher noch nichts gehört, die Weltwoche aber ist bereits im Fokus. Eines dieser wenigen ambitiösen Projekte, die Weltwochenschau, hält sich nun aber noch zurück, bis Chefredaktor Roger Köppel am 1. Oktober die Führung wieder übernimmt. Die gestellten Aufgaben werden derweil von anderen übernommen: zum Beispiel von patpatpat bei Infamy, dem das heutige Titelblatt am Kiosk doch sehr bekannt vorgekommen ist. Er hat es nämlich schon mal gesehen und darüber berichtet (hier die beiden Titelblätter im Vergleich).
Die Weltwoche vom 14.9.2006 bringt zwar nicht die gleiche Story wie die Business Week am 14.8.2006, aber einen nahezu identischen Titel. Wir nehmen an, das Magazin schläft sich gründlich aus und startet im Oktober wieder, alles neu, als sei es Mai.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.





















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Bildblog ist überbewertet. Und mein SpOnblog.blogger.de hatte keiner Bock drauf. Das ist auch alles irnzwie billig, auf so Blätter einzudreschen.
Es ist wahr, da stehen immer Menschen dahinter, die sich mehr oder weniger Mühe gegeben haben und dabei unter mehr oder weniger Druck standen. Wenn man sich aber mal achtet, auf wen in der Welt alles eingedroschen wird, dann glaube ich, dass da Journalisten unter dem Strich verhältnismässig gut weg kommen.
In diesem Zusammenhang ist interessant, dass immer mehr Verlage eigene Blogs für ihre Produkte/Medien betreiben (Zeit, Freundin).
Einerseits Marketing, anderseits Mut zur Kommunikation: denn die Zeitung ist so plötzlich keine überwiegende Einbahnstraße mehr.
ich meine billig im Sinne von, wenn man nur so fremdproduzierten Stuff nimmt und dann seine eigene Empörung dazumischt, daß das bißchen arm für content ist und sich da das entertainige von so nem blog schnell abnutzt
Es gibt doch allerdings einen Watchblog für FAZ und NZZ, nämlich DailyError.
Vielen Dank, wenn auch verspätet, das kannte ich noch nicht. Hier der Link: http://www.dailyerror.de/