Tablet PC:
Auch in Vista nicht besser
Interessante Ergänzung zu meinem Beitrag von neulich über die Sackgasse, in der sich Microsoft Tablet-PC-Konzept befindet: Rob Bushway von Gottabemobile.com schreibt einen ziemlich vernichtenden Artikel über die Tablet-Unterstützung im neuen Windows Vista. Er ist extrem enttäuscht darüber, dass zwar an ein paar Details gearbeitet wurde, dass aber die Integration der Ink-Funktionen noch immer nicht konsequent durchgezogen wurde. Seine Folgerung: Microsoft hat das Thema Tablet-PC für die nächsten 5 Jahre versemmelt. Und dieses Urteil stammt wohlgemerkt von einem Autor, der sonst auch noch die bescheidensten Versuche von Microsoft (à la UMPC) toll findet.
Vista wäre nun wirklich die Chance gewesen, das seit langem propagierte Tablet-Konzept endlich einmal vollständig umzusetzen. Dass die Tablet-Funktionen bei Windows XP nur ein Aufsatz (und damit eindeutig ein Fremdkörper) sind, ist ja historisch nachvollziehbar. Dass das bei Vista aber nicht besser geworden ist, zeigt zwei Dinge deutlich: Erstens hat Microsoft wirklich ein Problem mit Innovation in seinem Kerngeschäft und zweitens ist die Firma nicht wirklich in der Lage, ihre bisherigen Erfolgsprodukte neu zu erfinden. Vista wäre die Gelegenheit gewesen, den PC zu einem wesentlich nützlicheren Gerät zu machen. Stattdessen beschränkt sich das ganze im wesentlichen auf ein paar hübsche Transparenz-Effekte und eine nettere Fotosortierung.
Schade. Eine verpasste Chance, die dann halt wohl jemand anders ergreifen muss.
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