Alle schauen Fussball, aber kaum einer auf einem neuen Fernseher

Andreas Göldi, 27. Juni 2006 00:39 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Schon seit Jahrzehnten sind grosse Sportereignisse Verkaufsturbos für die Unterhaltungselektronik-Industrie, insbesondere natürlich für den Verkauf von Fernsehern. Von der diesjährigen Fussball-WM erhoffte sich die Branche nichts Geringeres als (endlich) den Durchbruch von HDTV und damit gepaart Umsatzrekorde bei den grossen Flachbildfernsehern.

Nun ist die Enttäuschung gross: Die meisten Hersteller stellten im deutschsprachigen Raum keine wesentlichen Umsatzzuwächse bei den grossformatigen Fernsehern fest. Genauso sieht es — kaum überraschend — in den

com.com/2061-10801_3-6088092.html?part=rss&tag=6088092&subj=news”>weitgehend fussballabstinenten USA aus. In Amerika ist es schon eher üblich, sich vor dem Superbowl einen Riesenfernseher zu kaufen, um ihn dann nach gleich dem Spiel “wegen grosser Unzufriedenheit” in den Laden zurückzubringen. Das geht bei einem längeren Turnier wie der Fussball-WM natürlich nicht.

Tja, Pech für die UE-Branche. Da muss man sich wohl weiterhin gedulden, bis schön langsam ein Konsument nach dem anderen die alte Glotze durch einen schönen neuen Flachbildfernseher austauscht. Zwar versucht man im Moment noch tapfer, die Preise möglichst hoch zu halten, aber angesichts dieser begrenzten Erfolge ist es wohl eine Frage der Zeit, bis man der Konsumfreude mit Preissenkungen nachhelfen muss.

Noch schlimmer sieht es mit dem mobilen Fernsehen auf dem Handy aus, für das man sich ebenfalls anlässlich der WM den grossen Durchbruch versprochen hatte. Auf der CeBIT im März war das noch ein grosses Thema, jetzt kräht kein Hahn mehr danach. Die Sender bieten zwar teilweise WM-Inhalte per Handy an, aber von einem massenhaften Ansturm auf diese Angebote kann wohl kaum die Rede sein. Angesichts der nach wie vor beträchtlichen technischen Probleme ist das wirklich eher was für Technik- als für Fussball-Fans.

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