Kurz was in eigener Sache

Andreas Göldi, 31. Mai 2006 15:26 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Da ich in letzter Zeit immer wieder gefragt werde, was ich denn jetzt genau mache und wo ich mich befinde (worüber ich ehrlich gesagt auch gelegentlich den Überblick verliere), hier eine Zusammenfassung für die Interessierten:

Seit Dezember 2005 befinde ich mich in einem Sabbatical. 10 Jahre hektische Internet-Branche am Stück sind genug, habe ich mir gesagt, und da ist es mal Zeit für eine Kreativpause. Die letzten Monate habe ich darum mit Reisen, viel Bloggen und einigen anderen Projekten verbracht. Jetzt wird es aber wieder Zeit für eine etwas konzentriertere Tätigkeit.

Nächste Woche werde ich darum am MIT in Boston (bzw. Cambridge, MA) ein einjähriges Studienprogramm beginnen, das “Sloan Fellows Program in Innovation and Global Leadership” (

wikipedia.org/wiki/Sloan_Fellows”>Wikipedia-Eintrag; Homepage). Selbiges ist ausgerichtet auf “mid-career managers”, die nach ca. 10 Jahren Berufserfahrung wieder mal etwas frisches Wissen tanken wollen. Die Teilnehmergruppe ist klein und sehr international: Die 94 Teilnehmer kommen aus 28 verschiedenen Ländern. Inhaltlich hat man relativ viel Wahlfreiheit, und man kann als Student auch jeden beliebigen anderen Kurs am MIT oder in Harvard besuchen, wovon ich nach Möglichkeit fleissig Gebrauch machen werde. Über spannende Ideen zu stolpern und interessante Leute kennenzulernen, ist hier jedenfalls keine Kunst.

Meine Frau Bettina wird übrigens das gleiche Programm absolvieren. Wir sind angeblich seit Jahrzehnten das erste Husband-and-Wife-Team, dass das Sloan-Fellows-Programm gleichzeitig belegt, und dementsprechend sind wir auch schon bekannt wie bunte Hunde.

Das Programm bringt es mit sich, dass ich das kommende Jahr vorwiegend in den USA verbringen werde. Gestern sind wir in einem Apartment in Cambridge eingezogen und froh, endlich mit Sack und Pack angekommen zu sein (auch wenn bedauerlicherweise die Montageschrauben für unser Bett irgendwo auf der Strecke geblieben sind und wir darum vorerst auf dem Boden schlafen müssen — aber das sind nur operative Details).

Dieses Blog werde ich übrigens nach Kräften weiterführen, auch wenn ich mir einen Sprach-Switch auf Englisch überlege. Die nächsten Wochen wird es wohl aber nicht so viel Blogging-Aktivität geben, da die ersten Wochen des Studienprogramms sehr intensiv sind.

Wenn also mal jemand in Boston und Umgebung ist: Bitte melden, wir freuen uns immer über Besuch!

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