Der Economist über “Participatory Media”

Andreas Göldi, 24. April 2006 08:21 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Einmal mehr schreibt der Economist Lesenswertes: In der neusten Ausgabe findet sich ein Sonderteil über “New Media”. Gemeint sind damit primär die internetbasierten Web-2.0-Medien, also Blogs, Wikis, Podcasts etc. Der Economist stellt die aktuellen Entwicklungen gut recherchiert dar und fragt sich vor allem auch, was diese Dinge für die klassischen Medienkonzerne bedeuten. Den unscharfen Begriff “Web 2.0″ vermeidet der Economist und spricht lieber von “participatory media”. Auch nicht viel besser, aber das zeigt einmal mehr, dass bisher die treffenden Ausdrücke für diese Welle immer noch fehlen.

Internet-Insider werden in dieser Artikelsammlung nur wenig Neues lesen, aber als Einführung und abgerundete Darstelltung des Stands der Dinge ist dieser Sonderteil sehr zu empfehlen.

Online ist leider nur der Einführungsartikel kostenlos abrufbar, für den Rest muss gezahlt werden. Vielleicht ändert der Economist ja diese Policy irgendwann einmal, denn einer der Artikel über die Zukunft des Journalismus stellt auch fest, dass öffentliche Bedeutung heute von Verlinkung kommt, und das geht halt nur, wenn der Content offen zugänglich ist.

Aber irgendwie tröstlich, dass auch der qualitativ hochwertige Economist nicht immer vollständig präzise ist: Unser aller Lieblings-Blog-Gegner Jean-Remy von Matt wird da als “Belgian” bezeichnet. Da ist man wohl in der Liste der kleinen, mehrsprachigen europäischen Länder um eine Zeile verrutscht: Von Matt ist zwar in Brüssel geboren, hat aber eine Schweizer Staatsbürgerschaft.

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