Schweizer Fernsehen:
Online als Selbstverständlichkeit

Andreas Göldi, 2. Februar 2006 10:40 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Gerade konnte ich quasi am eigenen Leib erfahren, wie weit der Online-Konvergenz-Gedanke bei unserem oft als konservativ verschrieenen nationalen Fernsehsender bereits gediehen ist: Derzeit arbeite ich zusammen mit der Journalistin Suzann-Viola Renninger an einer Videodokumentation über das Kunstprojekt “Gugusdada” des Künstlerduos Com&Com. Worum es bei dem Projekt geht, liest man am besten auf der Website selber nach.

Gestern hat das Schweizer Fernsehen in seiner Sendung “

sfdrs.ch/sf1/kulturplatz/index.php”>Kulturplatz” über das Projekt berichtet. Unter anderem habe ich dem Sender auch etwas Videomaterial zur Verfügung gestellt. Soweit nichts Ungewöhnliches.

Erstaunt hat mich aber eines: Völlig von sich aus fragte der Sendungsmacher, ob er denn den kleinen Videoclip zum “Gugusdada”-Song, der quasi als Nebenprodukt des Projektes entstanden ist, nicht auf der Homepage der Sendung veröffentlichen könnte. Leider hätten sie in der Sendung nicht genug Zeit für den Clip, aber im Internet sei ja mehr als genug Platz. Das hat mich doch ziemlich überrascht, selber wäre ich nicht auf die Idee gekommen. Nicht, dass dieser bescheidene kleine Clip jetzt ein grosser Mehrwert fürs Pubikum wäre, aber das Verhalten der Kulturredaktion zeigt doch eines: offensichtlich ist die Verwendung des Web als Ergänzungsmedium fürs Schweizer Fernsehen schon zur absoluten Selbstverständlichkeit geworden.

Da kriegt man doch wieder Hoffnung für die Zukunft der klassischen Medien…

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