Live von der CES:
Logistik und andere Katastrophen

Andreas Göldi, 4. Januar 2006 21:36 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Las Vegas mag ja eine lustige Stadt sein, aber die Transportlogistik ist eine Frechheit. Zu Messezeiten scheint es eigentlich kein Verkehrsmittel zu geben, mit dem man vernünftig vorwärtskommt.

Wer Autofahren will, muss sehr viel Geduld mitbringen, denn leider bewegt man sich auf dem berühmten Las Vegas Strip meistens nur im Schritttempo vorwärts. Auf Taxis wartet man nicht selten deutlich mehr als eine Stunde. Und dann gibt es noch eine Superduper-Hightech-Monorail, die aber skandalös teuer ist und äusserst merkwürdig verteilte Haltestellen hat.

Hinzu kommt, dass man hier ganz unabhängig davon, wo man hin will, durch mindestens zwei Casinos laufen muss, denn alle Wege führen ins Casino. Und wir reden hier von gewaltigen Spieltempeln mit einer Fläche, die in Europa schon bequem für eine mittlere Gemeinde reichen würde.

Vermutlich steckt hinter diesem Logistikkonzept die Hoffnung, dass sich der erschöpfte Wanderer gelegentlich zur Rast an einem Roulette-Tisch niederlassen möge.

Paranoid sollte man besser auch nicht sein. So viele Überwachungskameras wie hier habe ich noch nie gesehen, in den Casinos oft buchstäblich mehrere pro Quadratmeter. Meistens sind die Dinger diskret in einer Halbkugel aus dunklem Glas versteckt, aber wenn man drauf achtet, muss man wirklich zum Ergebnis kommen, dass es hier wohl kaum einen Winkel gibt, der nicht videoüberwacht wird.

Aber all das gehört wohl irgendwie zum Erlebnis…

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