Nächste Runde im Suchmaschinen-Wettlauf:
Amazon öffnet Alexa-Index

Andreas Göldi, 13. Dezember 2005 um 9.58 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das ist das Schöne am Internet: Immer, wenn man mal denkt, dass sich die Marktlage etwas stabilisiert, kommt jemand daher und realisiert eine Idee, die potentiell wieder alles auf den Kopf stellt.

Diesmal ist der betroffene Bereich die Suchmaschinenbranche und der Störenfried niemand anders als Amazon.com. Wer Amazon immer noch primär für einen Online-Buchladen hält, liegt zunehmend falsch. In den letzten Monaten hat Amazon sehr massiv seine Plattform für Drittfirmen geöffnet. Über eine ganze Reihe offener Programmierschnittstellen (Webservice-APIs) kann sich inzwischen im Prinzip jeder einen eigenen E-Commerce-Shop mit Amazon-Funktionalität bauen.

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Innovation ist zurück:
Gartner fordert auf zum Gamen

Andreas Göldi, 10. Dezember 2005 um 11.07 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Falls es noch eines Beweises bedurft hätte, dass man im IT-Business definitiv wieder über Innovation sprechen darf, dann ist es die neuste Vorhersage der IT-Analysten von Gartner Group, dem Hoflieferanten der IT-Abteilungen grosser Konzerne. Nicht nur verbreiten die Gartner-Leute ihre messerscharfen Analysen inzwischen in hippen Vehikeln wie Blogs und (gasp) Podcasts, auch inhaltlich geben sie ganz schön Gas.

Sie fordern nämlich die CIOs der Welt auf, nicht nur “the second Internet revolution” in die Firma reinzulassen, sondern sich auch aktiv mit den “hot technologies for 2006″ auseinanderzusetzen. Und die sind laut Gartner:

1. Web based micro-applications such as Writely.com or Num Sum;

2. Flickr;

3. A new generation of consoles such as Nintendo Revolution or Xbox 360;

4.

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Gmail:
Was hat Scientology in meiner Inbox verloren?

Andreas Göldi, 9. Dezember 2005 um 17.27 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Googles Gmail hat heute ein schönes neues Feature lanciert: Über der Inbox werden in einer Zeile sogenannte “Web Clips” angezeigt. Das ist eine bunte Mischung aus News, RSS-Feeds und dergleichen, natürlich auch selbst durch den User konfigurierbar.

Offenbar will Google auch etwas Geld damit verdienen, denn hin und wieder erscheint an der Stelle ein “Sponsored Link”. Das wäre ja soweit OK, denn auch schon vorher hat Gmail Werbelinks eingeblendet, passend zum Inhalt der jeweiligen Mail-Message. Normalerweise stört das nur wenig, weil bei Google die Werbelinks themenbezogen sind und in einem deutlich getrennten Bereich platziert werden.

Aber diesmal ist das anders: Erstens ist die Werbung sehr direkt mit dem Inhalt vermischt.

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Wie verdient man eigentlich zukünftig noch Geld mit Classifieds?

Andreas Göldi, 9. Dezember 2005 um 9.59 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der Classifieds-Markt (Rubrikenanzeigen, also Jobs, Immobilien, Autos usw.) ist derzeit gerade ein heisses Thema. Die Giganten Google und Microsoft werfen sich gerade mit voller Wucht in diesen Markt hinein, wenn auch bisher mit etwas gemischen Resultaten. Auch in den nationalen Märkten ist viel Bewegung drin.

Die Zeitungen leiden kräftig darunter, dass ihnen die Online-Classifieds die einst schön lukrativen Kleinanzeigen-Umsätze abnehmen. Den grössten Effekt haben hierbei kostenlose Sites wie Craigslist (interessanter Artikel darüber in Fortune, via Didier), weil die nämlich Umsätze schlichtweg vernichten und so den Markt insgesamt schrumpfen lassen. Das ärgert vor allem auch diejenigen Online-Classified-Sites, die bisher ihr Geld mit kostenpflichtigen Inseraten gemacht haben.

Nicht nur Skeptiker haben da den Eindruck, dass bisher eigentlich noch niemand so recht weiss, wie man in diesem Markt zukünftig Geld verdienen soll. Es gibt ja auch sehr viele Einflussfaktoren, die da mitspielen. Bernhard Seefeld hat einen sehr guten Artikel darüber geschrieben, der mich inspiriert hat, mal noch eine alternative Perspektive aus etwas mehr Distanz zum aktuellen Marktgetümmel darzustellen.

Also, treten wir mal einen Schritt zurück. Zunächst mal: Classifieds-Anzeigen stellen nichts anderes dar als Marktplätze. Die Inserenten (=Anbieter) wollen ihr Haus verkaufen, eine Stelle besetzen, ihr Auto loswerden etc., und die Leser (=Nachfrager) haben ein entgegengesetztes Bedürfnis.

Die Teilnehmer an einem Markt sind ja normalerweise genügsam und haben an diesen nur ganz genau zwei Wünsche:

1) möglichst hohe Liquidität (=Anzahl relevanter Angebote/Nachfragen)

2) möglichst niedrige Transaktionskosten

Im Print-Zeitalter waren Zeitungen das effizienteste Vehikel für solche Märkte. Nur dort fand man ausreichend Liquidität zu akzeptablen Transaktionskosten (eine teure Stellenanzeige ist immer noch billiger als z.B. alle Leute im Telefonbuch durchzutelefonieren und zu fragen, ob sie nicht an einem neuen Job interessiert wären). Darum konnten die Zeitungen damit gute Gewinne erzielen, denn ihr Informationsvehikel genannt “Zeitung” war der knappe Faktor für diese Märkte. Überhaupt “in der Zeitung zu stehen” war schon Geld wert.

Das Internet hebt nun diesen Mechanismus auf eine ganz neue Ebene. Nicht nur wird online das sichtbare Angebot (=Liquidität) viel grösser, die Verbreitung dieser Information ist auch noch viel billiger (siehe dazu auch diesen Artikel), was wiederum die Transaktionskosten senkt. Folge: Die Inseratspreise sinken ins Bodenlose, tendenziell gegen Null.

Um zu verstehen, wo denn nun doch noch Geld verdient werden könnte, muss man die zwei relevanten Faktoren noch etwas weiter auseinandernehmen. Woraus bestehen denn eigentlich Liquidität und Transaktionskosten?

Liquidität

In einem Markt für Commodity-Güter (z.

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HDTV:
Konsumenten unbeeindruckt. Kein Wunder.

Andreas Göldi, 8. Dezember 2005 um 9.44 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Laut einer neuen Umfrage von Forsa lässt das hochauflösende Fernsehen HDTV bisher das Publikum noch kalt. Erst 40% können mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen, und nur 8% wollen sich ein HDTV-Gerät anschaffen. Das ist eine kalte Dusche für die Unterhaltungselektronik-Branche, die doch so viele Hoffnungen in den neuen Fernsehstandard setzt. Inzwischen werden schon mal Durchhalteparolen ausgegeben, dass spätestens mit der Fussball-WM dann sicher alles besser wird.

Mag sein. Vorerst hat sich die Branche diese kühle Konsumenten-Reaktion aber hautpsächlich selber zuzuschreiben. Denn HDTV wird von den Herstellern im Moment im Markt auf zwei Weisen kommuniziert: Entweder extrem technisch (Darf’s denn 720p sein oder lieber 1080i? Oder reicht Ihnen auch EDTV?) oder gar nicht.

Man braucht sich nur mal beliebige Websites von Herstellern anzuschauen, um zu sehen, wie schlimm die kommunikative Situation ist. Das fängt schon mal bei der Abwesenheit einigermassen einheitlicher Begriffe an. Bei Panasonic gibt es “Plasma-Fernseher mit HDTV-Auflösung”, während bei Sony “High Definition” angepriesen wird (oder, auf der gleichen Seite, “HD-kompatible” Geräte), und Loewe hat derweil “HD-LCD-Displays” zu bieten. Sharp scheint seine Website sowieso eher für ausgebildete Radio-TV-Elektroniker zu machen und schwärmt von seinen WXGA-Panels mit 720p und Quick Shoot DHP. Ach, und die Geräte berücksichtigen auch HDCP und haben ein HDMI-Terminal. Noch Fragen?

Aber ehrlich gesagt ist es auch etwas müssig, die Vorzüge von HDTV in Worten (einfachen oder komplizierten) erklären zu wollen. Man muss es gesehen haben. Und genau da liegt vermutlich das grösste Problem: In noch fast keinem Elektronikladen im deutschsprachigen Raum gibt es heute laufende HDTV-Geräte zu sehen, geschweige denn ausserhalb. Mir ist echt ein Rätsel, wie man bis zur Fussball-WM so genügend Geräte verkaufen will.

In den USA ist das fundamental anders, wie ich mich schon mehrfach überzeugen konnte: Dort ist es schon bald kaum mehr möglich, sich ein Nicht-HDTV-Gerät zu kaufen. In jedem Elektronikgeschäft hängen die schönen grossen HDTV-Screens zu Dutzenden rum. Und es gibt vor allem auch reichlich Programme, die man in HDTV-Qualität empfangen kann.

Klar, auch die Amis brauchten viel Anlaufzeit, um so weit zu kommen. Aber sie haben einige Dinge etwas pragmatischer gemacht als die pingeligen Europäer. Dort redet man einfach von HDTV, fertig. Das ist auch die allgemein akzeptierte Bezeichnung für ein solches Gerät: Ich kauf mir einen HDTV. Kein HD-ready, 1080i oder sonstiger technischer Kram. Im Kleingedruckten kann man dann lesen, was das Gerät denn ganz genau für eine Auflösung kann, aber das ist im Normalfall dem Konsumenten herzlich egal. Der Qualitätssprung ist eh so gross, dass das eine nur unbedeutende Rolle spielt.

Warum nur muss man in Europa immer alles so kompliziert machen?

Disruption schlägt wieder zu:
Europäische Verleger fühlen sich von Suchmaschinen bedrängt

Andreas Göldi, 7. Dezember 2005 um 19.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Apropos Verleger in Bedrängnis: Auch europaweit finden es die Zeitungsverlage und News-Organisationen offenbar nicht mehr lustig, dass — wie sie das sehen — ruchlose Suchmaschinen auf ihre Kosten hohe Gewinne einfahren. Das zumindest kann man einem Bericht der Associated Press entnehmen. Demnach wurde dieser Problemkreis gerade in Brüssel an einer Veranstaltung des European Publishers Council diskutiert. Hauptobjekt des Missfallens ist, wie könnte es anders sein, natürlich Google, insbesondere Google News.

Ein wenig kann man die Verleger ja verstehen: Natürlich ist es für sie ärgerlich, dass jemand, der Inhalte “nur” sammelt und suchbar macht, so viel Erfolg damit hat. Etwas komisch ist nur, dass sie das erst jetzt merken. Google News gibt es seit immerhin mehr als drei Jahren. Das Funktionsprinzip hat sich seither nicht geändert, und bis auf ein paar kleinere rechtliche Scharmützel war bisher den Verlegern immer der zusätzliche Traffic, den sie durch Google und andere Suchmaschinen bekommen, mehr als willkommen. Aber offenbar hat man jetzt auch in Verlegerkreisen mal die Quartalsberichte von Google (und Yahoo) genauer angeschaut und festgestellt, dass da jemand ernsthaft viel Geld verdient mit dem Internet. Anders als die Verleger selber, leider.

Wie Umair Haque richtig feststellt, beruht das Businessmodell von Google wesentlich darauf, auf der Information anderer Leute “mitreiten” zu können. Aber deswegen Google (und jeden anderen vergleichbaren Dienst) als “Parasiten” zu bezeichnen, wie das die Verleger offenbar tun, spiegelt nur eins wider: Komplettes Unverständnis dafür, wie sich die Medienlandschaft gerade umstrukturiert.

Zur Erläuterung ein bisschen Theorie: Disruptions-Guru Clayton Christensen erläutert in seinem Buch “The Innovator’s Solution” das sogenannte “Gesetz der Erhaltung attraktiver Profite”.

Im wesentlichen sagt dieses folgendes aus: In jeder Wertschöpfungskette gibt es Mitspieler, die einen überdurchschnittlich grossen Teil der Wertschöpfung vereinnahmen, also sehr hohe Profite machen. Meistens sind das diejenigen, die eine Leistung erbringen, für die es grosse Einstiegshürden gibt. Hingegen erzielen diejenigen Teilnehmer, die nur austauschbare Commodities liefern, klar unterdurchschnittliche Profite. Ein Beispiel ist die PC-Industrie: Microsoft verdient sich dumm und dämlich, Intel verdient sich immerhin noch dämlich, aber die PC-Hersteller — also die Anbieter des eigentlichen Hauptprodukts — müssen mit äusserst dünnen Margen auskommen. Ähnlich sieht es auch weiter hinten in der Kette aus: Speicherchips erzielen nur sehr kleine Profite, aber die Hersteller von Chipproduktionsmaschinen verdienen meistens hervorragend.

Christensen sagt nun weiter, dass sich beim Aufkommen einer disruptiven Technologie diese (Un-)Gleichgewichte fast immer verschieben: Die schönen Profite wandern oft in eine benachbarte Stufe ab, je nachdem halt, wo die Einstiegshürden am grössten sind. Wiederum Beispiel Computerindustrie: Im Mainframe-Zeitalter verdiente IBM am besten, also der integrierende Hersteller des Endprodukts. Nach dem Siegeszug des PCs wurde es für IBM immer enger, während Microsoft und Intel aufblühten. Und warum war das so? Durch die modulare Architektur des PCs war es plötzlich keine grosse Kunst mehr, das Endprodukt herzustellen. Zum nicht einfach so kopierbaren Faktor wurden hingegen das Betriebssystem und die CPU.

Genau einen solchen Effekt erleben im Moment wohl die Medienhäuser am eigenen Leib: Sie waren sich bisher daran gewöhnt, in einer sehr starken Position zu sein, die den meisten von ihnen attraktive Profite einbrachte. Die schwierigsten Schritte in der Kette waren nämlich das Sammeln von Inhalten und deren physische Verbreitung an die Zielgruppen (mit Druckmaschinen, Vertriebsnetzen usw.). Mit anderen Worten: Genau das, was Medienhäuser eben beherrschen. Die eigentlichen Inhalte zu erzeugen war hingegen keine ausgesprochen gut bezahlte Tätigkeit, was einem jede Journalistengewerkschaft gern bestätigen wird.

Das Internet — zweifelsfrei eine disruptive Technologie — schüttelt diese Ordnung kräftig durcheinander: Der eigentliche Transport von Information ist annähernd kostenlos. Um eine Website “herauszugeben”, brauche ich keine millionenteure Druckmaschine und keine Verträgerorganisation. Durch den Überfluss an sofort verfügbaren Inhalten wird plötzlich das Auffinden der richtigen Information zum wesentlichen und gefragten Faktor. Und derjenige, der diese Leistung am besten anbietet, verdient eben ordentlich daran. Im Moment ist das halt Google, dank eines kräftigen Vorsprungs in Technologie und globalem Branding. Das hat nichts mit Parasitentum zu tun, sondern nur damit, dass Suchmaschinen derzeit den schwierigsten und damit wertvollsten Teil der Wertschöpfungskette abdecken.

Den Medienhäusern bleibt in dieser neu organisierten Online-Wertschöpfungskette nur noch das Produzieren und Aggregieren von Inhalten. Und in diesem Geschäft, wie wir spätestens seit der Blogging-Welle wissen, ist die Einstiegshürde arg niedrig. Darum wandern die schönen Profite zunehmend ab und landen in einer anderen Tasche.

Nun, zum Glück ist die Welt nicht ganz so gradlinig und einfach. In jeder Wertschöpfungskette gibt es viele Nischen, in denen sich sehr attraktive Ergebnisse erzielen lassen. Aber diese Nischen muss man erst einmal finden. Und das geht nur mit Kreativität und unternehmerischem Denken, nicht mit Rechtsstreiten und empörten Protestreden.

Pulitzer-Preis tastet sich langsam in die Online-Welt vor

Andreas Göldi, 7. Dezember 2005 um 16.39 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Den Pulitzer-Preis muss man wohl kaum besonders vorstellen. Dieser weltweit wohl prestigeträchtigste Journalismus-Preis kann als eine Art (amerikanischer) Nobelpreis der schreibenden (und inzwischen auch fotografierenden und Cartoon-zeichnenden) Zunft angesehen werden.

Das Wall Street Journal berichtet, dass der Pulitzer-Preis nächstes Jahr zum ersten Mal in allen Kategorien Online-Inhalte zulassen wird. Preis-Administrator Sig Gissler sagt dazu:

“This reflects the growing importance of online content, but, at the same time, print remains very important. And I think the Pulitzer competition now reflects a blend of print and online, which is what most newspapers are seeking to achieve these days.

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Schlammschlacht um News-Portal des Schweizer Fernsehens

Andreas Göldi, 6. Dezember 2005 um 14.03 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Bereits vor einigen Monaten gab es in der Schweizer Medienszene grosse Aufregung um die Pläne des Schweizer Fernsehens, ein eigenes Newsportal unter dem Label der Tagesschau zu lancieren. Seit gestern ist dieses nun live (http://tagesschau.sf.tv/), und das Protestgeheul aus der Ecke der Zeitungsverleger ist bereits wieder ohrenbetäubend. Es wird “massive Gegenwehr” angekündigt, auch wenn man noch offen lässt, wie die aussehen wird.

Eine gute Form von Gegenwehr wäre ja vielleicht, einfach selbst ein gutes Online-Angebot zu produzieren. Denn die neue Tagesschau-Site ist tatsächlich das deutlich beste Newsangebot im Schweizer Markt.

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Digitalisierung ist gut für Kinos

Andreas Göldi, 6. Dezember 2005 um 13.25 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

USA Today berichtet heute, dass entgegen dem allgemein eher lauen Trend die Werbeausgaben in US-Kinos massiv ansteigen, und zwar um satte 18%. Für nächstes Jahr werden nochmals 15% erwartet, weit über dem Wachstum des gesamten Werbemarktes.

Als Grund für den unerwarteten Erfolg der Kinowerbung wird die bereits weit fortgeschrittene Digitalisierung in US-Kinosälen angegeben. Offenbar ist die zusätzliche Flexibilität, die digitale Kinowerbung bringt, sehr attraktiv für die Auftraggeber. Werbeplätze können sehr kurzfristig gebucht werden, und das sowohl für Standbilder (”Dias” ist ja kaum mehr der richtige Ausdruck) wie auch für Filme. Ausserdem kann das gewünschte Zielpublikum sehr viel genauer selektiert werden.

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Keine Koch-Ideen? Mobile Hilfe naht!

Andreas Göldi, 4. Dezember 2005 um 14.23 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Schon bemerkenswert, was sich die Mobile Operators alles ausdenken, um doch noch zu beweisen, dass man unbedingt Videoübertragungen auf seinem Handy braucht. Denn das mit Fussball, Musikvideos und Wettberberichten funktioniert bisher ja eher mässig.

Vodafone UK bietet neuerdings Kurzclips von Ober-Hip-Koch Jamie Oliver an. Unter dem Titel “Mobile Kitchen” kann man sich Kürzest-Versionen von Jamies bekannten Schnell-und-verwackelt-Kochshows abrufen, natürlich gleich samt Zutatenliste per SMS. Da kann man sich wenigstens mal noch vorstellen, warum das nützlich sein könnte. Aber andererseits: Wo genau soll der Zusatznutzen liegen, ein Rezept als Video zu kriegen? Zumal man meistens auf dem typischen Handy-Display die Kochobjekte eher nur schememhaft als farbige Flecken erkennen kann?

Überflüssig zu erwähnen, dass das ganze nicht gerade billig ist: Immerhin kostet ein komplettes Rezept mit Video und Zutaten-SMS umgerechnet CHF 3.

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