Immer diese komplizierten Fachbegriffe!
Über den Ärger, den der Verband Schweizer Presse derzeit über das neue Newsportal des Schweizer Fernsehens empfindet, wurde hier ja schon berichtet.
Eine lustige Fussnote dazu (via Medienspiegel) ist eine kleine Verwirrung um technische Begrifflichkeiten. Der Verlegerverband schreibt da nämlich in seiner Pressemitteilung:
Als Minimalforderung stellen die Verleger die Idee zur Diskussion, privaten Internet-Anbietern den unentgeltlichen Zugang zu SRG-Inhalten für das Streamlining von Filmen, O-Tönen usw. zu ermöglichen, da die Herstellung dieser Inhalte ja schon durch Gebühren, d.
h. durch die Allgemeinheit finanziert worden ist.
(Hervorhebung vom Blogger, Original hier [Word])
Was sie wohl damit meinen? “Streaming” vielleicht?
Nun, das kann ja mal passieren. Ein Verband soll ja schliesslich lobbyieren und sich nicht um technischen Schnickschnack kümmern. Nur blöd, wenn sich so ein Fehler in eine explizite Forderung einschleicht. Ob das gerade die nötige Kompetenz in den neuen Medien signalisiert?
Wesentlich bedenklicher ist nur, dass die einschlägige Fachpresse diesen offensichtlich falschen Begriff einfach per Copy/Paste übernommen hat: Nachzulesen bei Werbewoche und Persönlich. Ob die anderen Publikationen den Fehler bemerkt oder einfach die (etwas lange) Pressemitteilung nur zufällig stark gekürzt haben, sei mal dahingestellt.
Aber: Definitiv aktiv korrigiert hat die Netzwoche. Gehört sich aber auch für ein Internet-Fachblatt.
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