Digitalisierung ist gut für Kinos
USA Today berichtet heute, dass entgegen dem allgemein eher lauen Trend die Werbeausgaben in US-Kinos massiv ansteigen, und zwar um satte 18%. Für nächstes Jahr werden nochmals 15% erwartet, weit über dem Wachstum des gesamten Werbemarktes.
Als Grund für den unerwarteten Erfolg der Kinowerbung wird die bereits weit fortgeschrittene Digitalisierung in US-Kinosälen angegeben. Offenbar ist die zusätzliche Flexibilität, die digitale Kinowerbung bringt, sehr attraktiv für die Auftraggeber. Werbeplätze können sehr kurzfristig gebucht werden, und das sowohl für Standbilder (”Dias” ist ja kaum mehr der richtige Ausdruck) wie auch für Filme. Ausserdem kann das gewünschte Zielpublikum sehr viel genauer selektiert werden.
Und dass man sich damit beträchtliche Kosten für Filmkopien spart, tut auch nicht weh.
Man kann also gespannt sein, was diesbezüglich hierzulande passiert, denn Marktführer Cinecom hat kürzlich gerade in den meisten Schweizer Kinos Digitalprojektoren für Werbung ausgerollt.
Aber es bleibt zu hoffen, dass wir bezüglich Werbemenge nicht gerade amerikanische Verhältnisse bekommen. Die in dem Artikel genannten 20 Minuten Werbeblock vor dem Film — inzwischen offenbar ziemlich üblich — sind schon klar zu viel des Guten.
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