Google und Classifieds:
“Base” als Schlag ins Wasser?

Andreas Göldi, 29. November 2005 08:26 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das allgemeine Echo auf Googles neue Allzweck-Datenbank “Google Base” war ja allgemein ziemlich lauwarm (nicht nur meins). Es herrscht Konfusion darüber vor, was Google damit eigentlich erreichen will. Über eins sind sich fast alle Kommentatoren (zumindest die, die sich das Ding mal wirklich angeschaut haben) eigentlich einig: Der grosse Craigslist / eBay / whatever-Killer ist das definitiv nicht.

Eine originelle Note bringt das Online-Magazin Slate in die Diskussion ein: Jack Shafer fantasiert über den “Great Google Wipeout”.

These des (satirischen) Artikels: Google wird sich durch den Misserfolg mit Base selbst ins Verderben reiten, weil damit plötzlich eine Gelegenheit für seine grössten Gegner entsteht, und zwar spezifisch (ausgerechnet…) für Rupert Murdoch, der die Gunst der Stunde nutzt, um die Mutter aller Classifieds-Datenbanken zu lancieren.

Dass im Classifieds-Markt derzeit viel Schwung drin ist, zeigen die neusten User-Zahlen: In den letzten 12 Monaten hat sich in den USA die Anzahl “Unique Visitors” auf Classsified-Sites um 80% vergrössert. In einem so dynamischen Markt ist viel Platz für radikale Veränderungen. Aber wie es aussieht, werden die zumindest in dieser Runde (noch?) nicht von Google kommen.

» Weitere Analysen lesen.

» Nächster Artikel: Heimische Medienvernetzung: Neues von Tivo und Microsoft
» Älterer Artikel: Aufmerksamkeit als handelbare Ware?

» Drucken
» Merken/E-Mail


Einen Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

 
blogoscoop slug