Zeitung und Online:
Das Wall Street Journal macht’s wieder mal allen vor
Bekanntlich ist das gute alte Wall Street Journal schon lange das Paradebeispiel für eine erfolgreiche Web-Strategie einer Zeitung. Schon sehr früh führte das WSJ kostenpflichtigen Content ein und ist bis heute mit Abstand die vermutlich erfolgreichste Abo-Website weltweit.
Aber damit ist man nicht zufrieden: Heute hat das Journal (wie es seine Fans liebevoll nennen) seine europäischen und asiatischen Print-Ausgaben redesigned und zeigt damit, was eine konsequente Cross-Media-Strategie ist. Die neuen Zeitungsköpfe wurden nämlich dem Online-Design angepasst und nicht umgekehrt. Hinter dem 116 Jahre alten Schriftzug ist unübersehbar die Web-Adresse dargestellt, zwar visuell im Hintergrund, aber mehr als deutlich positioniert.
Hinzu kommt, dass das Journal noch viel stärker als bisher direkt Weblinks in seine Print-Artikel einarbeiten wird. Ach ja, und auch noch viel intensiver will man Kombi-Abos mit Print- und Online-Zugang verkaufen.
Mit diesen Neuerungen signalisiert das Journal ganz klar: Hier gibt es ein einziges, hochwertiges journalistisches Produkt auf (mindestens) zwei verschiedenen Trägermedien. Vorbildlich. Da zahle ich doch gern weiterhin wie schon seit Jahren 99$ jährlich für mein Online-Abo. Komisch, dass mir noch immer keine deutschsprachige Zeitung so ein Angebot macht.
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