Warren Buffet mag keine Zeitungen mehr

Andreas Göldi, 5. Mai 2005 10:04 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Arme amerikanische Zeitungsverlage: Im Moment geniessen sie wirklich keinen grossen moralischen Support. Nur wenige Tage ist es her, dass Medien-Mogul Rupert Murdoch vor Zeitungsverlegern öffentlich den desolaten Zustand und die düstere Zukunft der klassischen Medien betrauerte.

Jetzt haut Warren Buffet, Superstar unter den Investoren und zweitreichster Mann der Welt, in die gleiche Kerbe: Er sieht die Zeitungsindustrie in einer Abwärtsspirale und kann sich nicht vorstellen, wie der Auflagenverlust gestoppt werden könnte. Ausserdem glaubt er nicht daran, dass die Zeitungen ihre Internet-Aktivitäten profitabel machen können.

Und die Zukunft sieht seiner Meinung nach düster aus: “The economics for newspapers are worse now than they used to, and the prospects are worse.”

Dieses harte Urteil kommt nicht von einem digital verblendeten Zeitungshasser, ganz im Gegenteil. Buffet war ein prominenter Abwesender im New-Economy-Hype und hat von seinen Resultaten her recht behalten. Zudem hat jahrelang stark in Zeitungskonzerne investiert und ist unter anderem einer der wichtigsten Aktionäre der Washington Post.

Inzwischen kann er sich aber schon eher für die digitale Welt begeistern und hat gerade Bill G. in den Verwaltungsrat seiner Gesellschaft geholt. Dafür redet er vom Newspaper-Business nur noch in der Vergangenheitsform.

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