SRG vs. Zeitungsverlage:
Alles doch gar nicht so schlimm!

Andreas Göldi, 17. März 2005 18:42 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Eine unterhaltsame neue Studie der Firma Argyou.com nimmt sich des Streits zwischen der SRG und den Zeitungsverlegern zum Thema Internet-Aktivitäten der SRG an. Wir erinnern uns: Die Zeitungsverlage haben was dagegen, dass die SRG mit Gebührengeldern News-Portale aufbaut.

Argyou beruhigt mit ihrer messerscharfen Analyse: Die SRG-Portale haben heute nur die Nase vorn in den völlig unbedeutenden Kategorien Politik, Wirtschaft und Ausland, während die Zeitungsverlage hervorragend in den ihnen angestammten Bereichen Essen, Bücher und Landkarten abschneiden. Ich bin sicher, besonders bei Lifestyle-Titeln wie der

nzz.ch”>NZZ wird die Erleichterung gross sein.

Einziger Trost für die armen Zeitungsverleger: Die Methoden von Argyou sind normalerweise, sagen wir, hinterfragungswürdig. Meistens analysiert die Firma via Webspider nämlich nur die Häufigkeit bestimmter Begriffe auf einer Website ohne Hinterfragung des semantischen Kontexts. Jede Site, die wie die SRG einfach den ganzen SDA-Agenturfeed uneditiert durchlaufen lässt, muss damit in den traditionellen Nachrichtenkategorien gut abschneiden. Masse statt Klasse, das ist eigentlich das einzige, was so eine Studie aussagt.

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