Wird Online-Musik jetzt teurer? Oder verschwinden die Plattenfirmen endgültig?
Schon toll, diese Musikindustrie: Kaum kraxelt sie dank des steigenden Erfolgs von iTunes und anderer legaler Online-Downloadshops zumindest ein wenig aus ihrem Jammertal heraus, wird sie schon wieder gierig. Offenbar denkt man in Plattenfirmen-Kreisen darüber nach, die Preise für downgeloadete Songs zu erhöhen. Erinnert mich irgendwie an die 80er Jahre, als die Plattenbranche auch mal der Meinung war, dass 50 Fr. eigentlich ein gerechtfertigter Preis für eine CD sein müsste. Wie wir wissen, kam es etwas anders…
Langsam frage ich mich, ob diese Branche einfach nur weiterhin dilletantisches Marketing macht, oder ob Plattenkonzerne einfach von Natur aus arrogant und ignorant sind, selbst in Zeiten grosser Not.
Vielleicht kommt ja bald mal die Zeit, wo man sie nicht mehr braucht. Aber bis dahin können sich die Plattenbosse ja noch in Ruhe darüber ärgern, dass ausgerechnet ein Computerhersteller ihnen den Online-Markt abgenommen hat.
Und was denkt der Konsument? Wenn ich mal pragmatisch von mir auf andere schliessen darf: Nein, ich wäre nicht bereit, höhere Download-Preise zu akzeptieren. Die Musikindustrie macht es einem dank umständlicher DRM-Systeme und nach wie vor lückenhafter Titelauswahl noch immer nicht einfach, überhaupt legal Musik per Internet zu erwerben. Die heutigen Preise sind angesichts dieser Einschränkungen gerade mal so eben knapp in Ordnung. Und ich nehme mal an, dass viele so denken.
Jetzt dieses zarte Pflänzchen von einem Markt gleich wieder zu killen, ist wohl definitiv eine äusserst dumme Idee. Aber irgendwie würde das leider ins Bild passen.
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